1. Tübinger Neurotech-Symposium in Reutlingen

Im Jahr 2050 werden weltweit mehr als 150 Millionen Menschen an Demenz und anderen Erkrankungen des Nervensystems leiden. Grund ist der Demografische Wandel. Nur ein Durchbruch im Verständnis der Funktionsweise des Gehirns sowie der Diagnose und Therapie neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen kann diesen dramatischen Anstieg aufhalten.

Genau dieses Ziel haben sich die Neurowissenschaftler gesetzt, die am 1. Juli 2014 zum Ersten Tübinger Neurotechnologie-Symposium in der Stadthalle Reutlingen zusammen kommen.

Referenten aus lokalen Forschungseinrichtungen, Kliniken und Unternehmen werden über die neusten Entwicklungen bei der invasiven und nicht-invasiven Behandlung von Erkrankungen wie Parkinson, Schlaganfall, Depression und chronischem Schmerz berichten, den Einsatz von Hirn-Maschinen Schnittstellen bei motorisch beeinträchtigten Patienten diskutieren und die neusten elektronischen Implantate für den Ersatz des Hör- und Sehvermögens vorstellen.

Höhepunkt der Veranstaltung ist ein Abendvortrag und anschließende Podiumsdiskussion mit dem international renommierten Hirnforscher und Berater der US-Regierung, John Donoghue, der unter dem Titel "Reaching For The Future: Neurotechnology Challenges To Reanimate A Paralyzed Arm" über die neuesten Entwicklungen im Bereich implantierbarer Neuroprothesen spricht. Im Anschluss stellt die weltweit anerkannte Neuroanatomin Katrin Amunts vom Forschungszentrum Jülich, seit 2012 auch Mitglied des Deutschen Ethikrates, das europäische Human Brain Project vor. Das Thema der Podiumsdiskussion ist "Unlocking The Secrets Of The Brain: Fostering International Efforts In Advancing Neurotechnology". Auch die beiden Tübinger Koryphäen auf diesem Gebiet, die Professoren Niels Birbaumer (Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Universität Tübingen) und Hans-Peter Thier (Werner-Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften und Hertie Institut für klinische Hirnforschung an der Universität Tübingen) nehmen teil. Die Moderation übernimmt der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalist und Buchautor Ulrich Schnabel von der ZEIT.

Teilnehmer erhalten Einblicke in die neusten Ergebnisse aus Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung und Klinik der folgenden Tübinger Einrichtungen: Bernstein-Zentrums für Computational Neuroscience, Bernstein Fokus: Neurotechnogie, Universitätsklinikum Tübingen, Exzellenzcluster Werner-Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN), Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH), Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts (NMI) in Reutlingen und Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik und Intelligente Systeme.

Die Veranstaltung findet parallel zum 9. Internationalen MEA Meeting des NMI statt.

Programm und Anmeldung online hier:

Tübingen Neurotech 2014

MEA Meeting 2014