IdeenCamp 2026: Pitches für den vernetzten OP der Zukunft

Am 9. Juli 2026 wurden in Form von Pitches die Projektskizzen in der diesjährigen Ausschreibungsrunde des IdeenCamps im Rahmen des DIIC-Projekts (DIIC „Digitale Integration und Innovation in der Chirurgie“) präsentiert – für den vernetzten Operationssaal der Zukunft.

Am 9. Juli 2026 wurden in Form von Pitches die Projektskizzen in der diesjährigen Ausschreibungsrunde des IdeenCamps im Rahmen des DIIC-Projekts (DIIC „Digitale Integration und Innovation in der Chirurgie“) präsentiert. Gastgeber war die Bentley InnoMed GmbH in Hechingen, deren CEO Sebastian Büchert die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnete.

Die DIIC-Projektpartner dankten ihm und ebenso dem Medical Valley Hechingen, deren Team die Vorbereitung und Organisation der Veranstaltung übernommen hatte.

Nach dem Kick-off im April waren insgesamt sechs Projektskizzen rund um die Vernetzung von Geräten im Operationsumfeld eingereicht worden, von denen fünf einer Fachjury und der DIIC-Community präsentiert wurden. Die Projekte vermittelten insgesamt einen hervorragenden Überblick über aktuelle Innovations- und Vernetzungsthemen im Operationssaal. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Integration neuartiger minimalinvasiver Systeme, Ansätze zur Cyberresilienz sowie KI-gestützte Modell- und Assistenzsysteme, die medizinisches Personal im OP künftig effizienter und sicherer unterstützen sollen. Bei aller fachlichen Breite eint die Projekte eine große Herausforderung: Regulatorische Fragestellungen spielen im vernetzten Operationssaal eine große Rolle und müssen je nach Ansatz mehr oder weniger tief adressiert werden.

An der hybriden Veranstaltung nahmen rund 20 Personen vor Ort sowie weitere etwa 20 Teilnehmende online teil. Die sehr gute Beteiligung unterstreicht das große Interesse an den Themen des DICC und die hohe Relevanz der Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks.

Im Anschluss an die Pitches startete die Community-Bewertung, die noch am selben Tag um Mitternacht beendet wurde. Auf Grundlage der Community- und Fachjury-Bewertungen werden die Förderempfehlungen ausgesprochen. Aufgrund des auf 500.000 Euro begrenzten Förderbudgets können voraussichtlich zwei Projekte zur Förderung empfohlen werden.

Dr. Steffen Hüttner vertrat den BioMedTech-Verein als einen der vier DIIC-Partner und war von der Qualität und Innovationsstärke der vorgestellten Projekte beeindruckt. Hüttner betonte zudem den Mehrwert: „Mit dem heutigen Ideencamp ist es dem Verein gemeinsam mit dem DICC erstmals gelungen, den Ideenwettbewerb unmittelbar mit konkreten Förderempfehlungen zu verknüpfen. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung des Innovationsökosystems dar“.

Auch die Entwicklung der DICC-Community zeige das wachsende Interesse: Mittlerweile umfasst das Netzwerk rund 150 Mitglieder aus insgesamt etwa 90 Institutionen, darunter mehr als 40 Unternehmen. Diese breite Beteiligung verdeutliche das große Potenzial für zukünftige Kooperationen und gemeinsame Innovationsprojekte.

Im Anschluss an die Pitch-Veranstaltung fand der „Spaziergang Medizintechnik“ des Medical Valley Hechingen unter der Leitung des Geschäftsführers Dr. Heiko Zimmermann statt. Die Veranstaltung im Rahmen der Innovationstage Zollernalb wurde ebenfalls bei Bentley InnoMed mit einem gemeinsamen Kick-off eröffnet und bot weitere Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

 

Über das DICC-Projekt:

Mit dem Projekt DIIC „Digitale Integration und Innovation in der Chirurgie“ soll der Transfer neuer Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in die klinische Praxis gefördert werden. Konkret geht es um intelligente digitale Assistenzsysteme bei chirurgischen Eingriffen, die zu einer verbesserten Patientenversorgung führen.

Der BioMedTech-Verein hatte das DIIC-Projekt gemeinsam mit den Hochschulen Furtwangen (Innovations- und Forschungszentrum Tuttlingen) und Reutlingen (Fakultät Informatik) sowie dem Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik des Universitätsklinikums Tübingen ins Leben gerufen und damit einen erfolgreichen Antrag in der Pilotförderlinie „Innovationscommunity“ der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) des Bundes gestellt.

Das DIIC-Projekt wurde am 1. Januar 2025 gestartet und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für insgesamt 4 Jahre mit fünf Millionen Euro gefördert.

Die Mitgliedschaft in der DIIC-Community ist innerhalb Deutschlands regional nicht begrenzt. Aktuell (Stand Mitte Juli 2026) besteht die Gemeinschaft aus rund 150 Mitgliedern von 90 Partner-Institutionen, die sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen, darunter 44 Industrie-, 16 Klinik- und rund 30 wissenschaftliche Partner. Ein weiteres Wachstum des Netzwerks ist ausdrücklich erwünscht, Interessierte können sich gerne an das DIIC-Sekretariat an der Hochschule Reutlingen wenden, wo das Projektmanagement angesiedelt ist (diic-community@reutlingen-university.de.).

Sprecher des Projekts ist Prof. Dr.-Ing. Oliver Burgert von der Fakultät Informatik der Hochschule Reutlingen. Für den BioMedTech-Verein begleitet Dr. Steffen Hüttner federführend das Projekt, für die Klinische Anatomie in Tübingen Prof. Dr. med. Bernhard Hirt und für die Hochschule Furtwangen Prof. Dr.-Ing. Martin Haimerl vom Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen.