Workshop Beckenchirurgie „einschnitte – einblicke“

Am 29. Juni 2016 fand im Institut für Klinische Anatomie der Universität Tübingen der Workshop Beckenchirurgie „einschnitte – einblicke“ statt. Damit begründeten die Veranstalter - das Interuniversitäre Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart - Tübingen (IZST), die BioRegio STERN Management GmbH und der BioMedTech-Verein – ein neues Veranstaltungsformat, das größten Zuspruch fand. Der Workshop brachte Anwender und Entwickler von Medizintechnik dort zusammen, wo die Produkte und Verfahren tatsächlich zum Einsatz kommen: im Operationssaal. Das Besondere dabei: Nicht die ärztliche Fachrichtung bestimmte das Thema, sondern es kamen Ärzte unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um im gesamten Bereich der Becken-Chirurgie medizintechnische Fragen zu diskutieren.

Im ersten Teil des Workshops gab es Wechselgespräche zwischen leitenden Unfall- und Allgemein-Chirurgen, Gynäkologen und Urologen am anatomischen Präparat im OP der Anatomie. Über eine komplette Fernsehstudio-Technik waren die Workshop-Teilnehmer im Hörsaal daneben live zugeschaltet. So erhielten sie direkten Einblick in die Anforderungen der Ärzte, den Medical Need. Und sie konnten aus ihrer Kompetenz heraus – rund 30 der insg. 80 Teilnehmer kamen von MedTech-Unternehmen – direkt erste Ideen und Ansätze zur Neu- und Weiterentwicklung ihrer Produkte ableiten. Im zweiten Teil des Workshops wechselten die Teilnehmer selbst in den OP der Anatomie und diskutierten an sieben Stationen diverse Fragestellungen an anatomischen Präparaten. Ergonomie, Miniaturisierung, Beleuchtung und Sterilität waren dabei wichtige Themen.

„Das Feedback der Teilnehmer war außerordentlich positiv. Wir wollen dieses Format auf jeden Fall weiterführen, zum Beispiel mit Themen aus dem Kopf-Hals- und Bauchbereich“, sagt Mitveranstalter Prof. Dr. Bernhard Hirt, Leiter der Klinischen Anatomie in Tübingen. Auch Dr. Klaus Eichenberg von BioRegio STERN zieht ein durchweg positives Resümee: „Der Workshop hat gezeigt, dass sich Gesundheit und Wirtschaft nicht ausschließen. Es wurden zig Anforderungen und Anregungen an die Industrie formuliert und die Anwesenden nahmen sie mit größtem Interesse auf. ‚Wer nicht da war, hat etwas verpasst’ war einer der vielen begeisterten Kommentare.“ Dr. Steffen Hüttner vom BioMedTech-Verein pflichtete dem bei: „Die Veranstaltung war ein großer Erfolg für alle Beteiligten und hat viele unentdeckte Potenziale aufgezeigt. Wir wollen den Dialog zwischen operierenden Ärzten und Entwicklern mit diesem Format auf jeden Fall weiter unterstützen.“