Aktuelles

9. Juli 2020

Innovationstage Reutlingen am 9. Juli 2020

Workshop Minimal-Invasive Chirurgie mit Fokus auf Adipositaschirurgie
Am 9.Juli 2020, 14:30 - 17 Uhr bei der BOWA-electronic GmbH & Co. KG in Gomaringen

Unternehmen und Wissenschaftler/-innen aus Tübingen und der Tuttlingen sind Pioniere der patientenschonenden minimal-invasiven Chirurgie. Auch die dazu 2013 gestartete Workshopreihe hat neue Entwicklungen in Gang gesetzt. Mit Fokus auf die Fettleibigkeit (Adipositas) geben im Workshop bei BOWA u.a. zwei Ärztinnen einen Erfahrungsbericht und es werden Grenzen und Potenziale der "Schlüsselloch-Operationen" aufgezeigt.

Die Workshop-Reihe „Minimal-Invasive Chirurgie“ wurde im Nachgang der Tübinger Innovationstage 2013 ins Leben gerufen. Dr. Karolin Thiel und Dr. Martin Schenk übernehmen seit 2017 federführend die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung von Seiten des UKT und von Unternehmerseite Michael Eisenlohr von der Joline GmbH & Co. KG und Bernhard Uihlein von der EPflex Feinwerktechnik GmbH. Ärzte aus unterschiedlichen Kliniken des UKT berichten im Workshop regelmäßig von den Herausforderungen des Einsatzes minimal-invasiver Geräte und Techniken in ihrem OP-Alltag. Dies stärkt den Austausch zwischen Ärzten und Medizintechnik Unternehmen.

Weitere Infos und Anmeldung

Podiumsdiskussion „Gesundheit: Chancen für die Zukunft“
9. Juli 2020, von 18-20 Uhr,  am Tübinger Standort des Technologieparks Tübingen-Reutlingen

Es diskutiert ein hochrangig besetztes Podium aus regionalen Unternehmen und der Wissenschaft über die Chancen für eine verbesserte Gesundheitsversorgung. Gastgeber sind der BioMedTech-Verein und das NMI Reutlingen. Dr. Steffen Hüttner, Vorstandsvorsitzender des BioMedTech-Vereins moderiert die Veranstaltung und gibt eine Einführung. Corona bildet das Ausgangsthema: vielversprechende Ansätze für einen Corona-Impfstoff, Einsatz von Testverfahren und generell die Frage, wie die Infektionsraten niedrig bleiben können.

Innovative Unternehmen der Region Neckar-Alb tragen einen wesentlichen Anteil zur Überwindung der Corona-Krise bei. Einer der einzigen Produktionsstandorte für Schutzmasken in Europa hat seinen Sitz in der Region, viele Textilunternehmen stellten ihre Produktionen um, neue Testverfahren für Corona wurden schnell aufgebaut und einer der weltweit viel versprechendsten Ansätze für einen Impfstoff kommt vom Tübinger Unternehmen CureVac. Gleichzeitig wurde durch die Krise Handlungsbedarf offensichtlich. Damit die Innovationsfähigkeit der Unternehmen erhalten bleibt, benötigt die Life Science Branche attraktive Rahmenbedingungen.

Bevor die Diskussion auf die Chancen für die Zukunft der Branche eingeht, werden die Experten um eine Einschätzung gebeten: Was können Unternehmen tun, um die Infektionsrate niedrig zu halten. Sind dazu von Unternehmen initiierte Massentests auf akute Infektionen oder Antikörper notwendig? Wie können Veranstaltungen wie der Sommerempfang der BioRegion zukünftig möglich sein?

Weitere Infos und Anmeldung

Für alle drei Veranstaltungen gilt: Die Teilnahme ist sowohl persönlich (für eine geringe Personenzahl) als auch virtuell im Life-Stream möglich. Für Mitglieder des BioMedTech-Vereins (und andere Mitglieder der IHK-IWW-Netzwerke) ist die Teilnahme kostenfrei.

Vereinszeitschrift „BioMedTech regional" jetzt auf unserer Webseite

„BioMedTech regional", die Zeitschrift des BioMedTech-Vereins, erscheint in der Regel drei Mal jährlich als exklusive Printausgabe für unsere Mitglieder – und für alle, die es werden wollen.

Auch in COVID-19-Zeiten möchte der BioMedTech-Verein wie gewohnt mit „BioMedTech regional" über News, Auszeichnungen, Termine und Ausschreibungen in der Region informieren. Alle Mitglieder erhalten die Zeitschrift nach wie vor als Printprodukt per Post zugeschickt.

Da die Auslage- und Weitergabe-Möglichkeiten durch die COVID-19-Pandemie derzeit jedoch sehr eingeschränkt sind, ist die aktuelle Ausgabe von „BioMedTech regional", der Zeitschrift des BioMedTech-Vereins, jetzt auch als PDF im Web zugänglich.

27. Januar 2021

Update: Workshop Einschnitte – Einblicke wird verschoben

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Krise wird die Workshopreihe „Einschnitte – Einblicke, Medizintechniker und Ärzte im Dialog“ erst im Januar 2021 fortgesetzt. Das für Juli 2020 geplante Thema  „Endoskopie, Robotik in Diagnostik, Chirurgie“ wird damit auf den 27. Januar 2021 verschoben.

Der Workshop findet exklusiv für Medizintechniker im Institut für Klinische Anatomie der Universität Tübingen statt. Die BioRegio STERN Management GmbH organisiert die Veranstaltung wieder gemeinsam mit dem Interuniversitären Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) und dem BioMedTech-Verein.

Die Teilnehmer erwarten Live-OP-Übertragungen und praktische Übungen im OP der Klinischen Anatomie. Fächerübergreifend diskutieren verschiedene Disziplinen an einem Tisch. Fachleute aus der Medizintechnik erhalten so die Gelegenheit, unbewältigte Herausforderungen zu detektieren – und neue Lösungsideen zu entwickeln.

Anmeldung/Kontakt:

Sekretariat des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik
Frau Simone Braun
simone.braun@uni-tuebingen.de
Telefon 07071 29-72185

Webseite

9. Juli 2020

Update: Sommerempfang 2020 entfällt

Der für dieses Jahr in Reutlingen am 9. Juli 2020 geplante Sommerempfang der BioRegion findet aufgrund der aktuellen Lage bzgl. COVID-19 nicht statt. Damit verbunden entfällt in diesem Jahr auch der Science2Start-Ideenwettbewerb der BioRegio STERN Management GmbH.

Traditionell findet im Vorfeld des Sommerempfangs die jährliche Mitgliederversammlung des BioMedTech-Vereins statt. Wie in diesem Jahr damit verfahren wird, erfahren Sie hier, sobald der Vorstand eine Entscheidung getroffen hat.

BioMedTech-Verein kooperiert mit MedicalMountains

Am 12. März 2020 trafen sich Mitglieder des BioMedTech-Vereins und der MedicalMountains GmbH am IFC – Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen der Hochschule Furtwangen (HFU), um den Austausch zwischen beiden Netzwerken zu intensivieren und konkrete Kooperationen anzubahnen.

Anlass des Workshops war die „Nationale Dekade gegen Krebs“, die das BMBF gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium und weiteren Partnern ausgerufen hat. Dazu sollten gemeinsame Handlungsoptionen identifiziert werden. Noch während des Meetings kristallisierten sich zahlreiche weitere Synergie-Themen heraus, so dass der Rahmen deutlich weiter gesteckt wurde. 
Bei dem äußerst konstruktiven Workshop entstanden erste Projektideen für Entwicklungen in der Diagnostik und der Therapie, die im Laufe der nächsten Monate angegangen werden sollen. „Auch in der gemeinsamen Bewältigung von Innovationshürden wie den neuen Regularien der MDR liegt großes Potenzial“, ergänzt Dr. Steffen Hüttner, Vorstandsvorsitzender des BioMedTech-Vereins.
Ein wesentliches Ergebnis des Workshops war die Bildung von drei Arbeitskreisen, deren Teilnehmer jeweils fokussiert auf einen bestimmten Themenkreis konkrete Projekte bzw. Maßnahmen ausarbeiten werden:


 
1. Aus- und Weiterbildung: Fokus auf interner Weiterbildung, auch berufsbegleitend; stets bezogen auf die Bedürfnisse der MedTech-Branche; Regenerative Medizin als Themenbeispiel


2. Strukturierte Produktionsprozesse für individuelle Therapien: Fokus auf einem digitalen Werkzeugkasten für Vernetzungen, Vorhersagen und Simulationen


3. Schaffung einer Plattform für Patienten

Die Arbeitskreise stehen grundsätzlich allen interessierten Akteuren aus der regionalen BioMedTech-Szene offen, die sich mit ihren Ideen einbringen möchten. Für den Herbst ist ein Netzwerktreffen geplant, bei dem die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen diskutiert und das weitere gemeinsame Vorgehen beschlossen werden sollen.

BioMedTech-Verein trifft MedicalMountains - ein Workshop mit kooperativen Folgen.

Rückblick: Fakten und Zahlen zur MedTech-Branche 2019

Am 16. Oktober 2019 stellte EY die aktuellen Zahlen und Analysen der Medizintechnik-Branche vor. Der internationale Report wurde in diesem Jahr durch die nationale Branchenumfrage der BANSMACH ECONUM Unternehmensberatung ergänzt. Untersucht wurde, wie sich der Megatrend „Digitalisierung“ in der Medizintechnik niederschlägt und wie deutsche Unternehmen auf die Veränderung neuer Technologien reagieren.

Neben Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH begrüßte Jens Schiele Director Dialyzer Manufacturing Hechingen und Technischer Geschäftsführer der Gambro Dialysatoren GmbH die Teilnehmer. Dr. Steffen Hüttner, Vorstandsvorsitzender des BioMedTech e.V. und Dr. Heiko Zimmermann, Geschäftsführer des Medical Valley Hechingen e.V. gaben aktuelle Einblicke in die Netzwerkaktivitäten ihrer Vereine.

Mit den Titeln „Pulse of the Industry“ und „Digital Health“ stellten Dr. Siegfried Bialojan (EY GmbH) und Carsten Lehberg (BANSBACH ECONUM Unternehmensberatung GmbH) die diesjährigen Reports vor.

Im Anschluss fand eine Unternehmensführung der Gambro Dialysatoren GmbH statt. Gambro ist ein Unternehmen der Baxter-Gruppe und hat sich innerhalb des Baxter-Konzerns auf die Entwicklung und Herstellung von innovativen Dialysatoren und Dialyse-Kathetern spezialisiert. Nicht nur die Unternehmensführung stieß bei den Teilnehmern auf reges Interesse - die rund 80 Unternehmer und Wissenschaftler nutzten auch die Möglichkeit zum intensiven Netzwerken beim Get Together.

Quelle: BioRegio STERN

Link zur EY-Studie

Foto: Michael Latz/BioRegio STERN Management GmbH
Dr. Steffen Hüttner, Vorstandsvorsitzender des BioMedTech-Vereins, begrüßt die Teilnehmer.
Foto: Michael Latz/BioRegio STERN Management GmbH
Die Veranstalter und Referenten des Medizintechnik-Reports 2019. V.l.n.r.: Dr. Heiko Zimmermann (Medical Valley Hechingen e.V.), Dr. Steffen Hüttner (BioMedTech e.V.), Carsten Lehberg (BANSBACH ECONUM Unternehmensberatung GmbH), Dr. Klaus Eichenberg (BioRegio STERN Management GmbH), Dr. Siegfried Bialojan (EY GmbH), Jens Schiele (Gambro Dialysatoren GmbH). Fotos: Michael Latz/BioRegio STERN

„Intelligente Dauerimplantate“ – Juli-Workshop der „Einschnitte -Einblicke"-Reihe

Seit 2016 organisiert die BioRegio STERN Management GmbH gemeinsam mit dem BioMedtech-Verein und dem Interuniversitären Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) die Workshop-Reihe „Einschnitte – Einblicke“. Das äußerst erfolgreiche Format wurde am 3. Juli 2019 mit dem Thema „Intelligente Dauerimplantate“ fortgesetzt.

Während live operiert wurde, erhielten die Medizintechniker im Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik in Tübingen die Gelegenheit, intensiv mit Ärzten über neue Ideen für Instrumente und Verfahren zu diskutieren. Außerdem zeigte sich, dass intelligente Dauerimplantate ein spannendes Thema für künstliche Intelligenz (KI) sind.

Vom Universitätsklinikum Tübingen waren unter anderem Prof. Dr. Hubert Löwenheim, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Dr. Tobias Krüger, Bereichsleiter Elektrochirurgie der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Prof. Dr. Alireza Gharabaghi, Leiter des Lehrstuhls Funktionelle und Restaurative Neurochirurgie sowie Dr.-Ing. René von Metzen, Bereichsleiter Biomedizin und Materialwissenschaften des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts an der Universität Tübingen (NMI) beteiligt. Prof. Dr. Bernhard Hirt, Ärztlicher Direktor des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik, führte wieder als Gastgeber durch die Veranstaltung und moderierte die intensive Diskussion.

Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie in der ausführlichen Pressemitteilung von BioRegio STERN.
Infos zur gesamten Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

NMI Reutlingen zeigt „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“

Dass sie einzelne Atome würden sehen können, das hatten sich die jungen Besucher sicher nicht von ihrer Exkursion an das NMI in Reutlingen erwartet. Doch nicht weniger als dies bot die Führung durch das Zentrum für Nanoanalytik den interessierten Gymnasiasten. Live wurde gezeigt, was gewöhnlich nur in Chemie- und Physikbüchern theoretisch studiert werden kann.

Dabei führte die Expedition vom Großem, zum Kleinen und ganz Kleinen, von der Betrachtung eines Haars unter dem Lichtmikroskop über die Ansicht verschiedener Pixelstrukturen von Smartphones bis zur Aufnahme einzelner Atome beim Werkstoff Graphen mit einem hochauflösenden Transmissions-elektronenmikroskop. Dank der Spitzenausstattung am Zentrum für Nanoanalytik konnten die Schülerinnen und Schüler Strukturen bis zu 0,1 Nanometer bestimmen. Das sind 0,0000001 Millimeter, die Größenordnung von Atomen.

Das von der EU-kofinanzierte Leuchtturmprojekt steht seit seiner Eröffnung Anfang 2018 als regionale Anlaufstelle für innovative Firmen mit werkstofftechnischen Fragestellungen und Produktideen zur Verfügung. Es ermöglicht Unternehmen der Medizintechnik und produzierenden Industrien sowie Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg eine unkomplizierte Nutzung der Nanoanalytik,insbesondere der hochauflösenden Elektronenmikroskopie, für ihre Materialforschung, Werkstoff- und Produktentwicklung.

Zusätzlich zum Zentrum für Nanoanalytik lernten die Schülerinnen und Schüler den Forschungscampus BioMedTech auf ihrem Rundgang kennen. Das zweite Leuchtturmprojekt im Rahmen der RegioWIN-Förderung hat zum Ziel, die Region Neckar Alb zu einem führenden Forschungsstandort der Biomedizintechnik zu entwickeln und die Stärken der Region auszubauen, die sich aus der Zusammenarbeit von Biotechnologie und Medizintechnik ergeben. Auf dem Campus arbeiten regional ansässige Unternehmen der Medizintechnik und Biotechnologie und Institutionen der Grundlagen- und angewandten Forschung gemeinsam daran, neue Materialien für die Medizin zu entwickeln.

Beispielhaft erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblick in eines der ersten Forschungsprojekte auf dem Campus. Im Projekt „Systemimmunologie an Grenzflächen“ werden Immunreaktionen untersucht, die im Kontakt mit technischen Grenzflächen und Materialien, wie z.B. Implantaten, Blutschläuchen oder Blutfiltern auftreten können. Anhand einer Blutprobe, die einem der NMI Wissenschaftler zu Beginn der Führung entnommen wurde, konnten die Besucher Schritt für Schritt die Prüfung der Fresszellen (Makrophagen) im Blut auf Immunreaktionen verfolgen und mit einem abschließenden Blick durch das Mikroskop bewerten. Die praxisnahe Führung begeisterte die Schüler/innen sichtlich.

Quelle: NMI Reutlingen

Foto: NMI Reutlingen
Führung durch das Zentrum für Nanoanalytik: Einblick in Untersuchungen auf dem Hannah Graf und Christoph Hofer zeigen Aufnahmen unter dem Elektronenmikroskop.
Foto: NMI Reutlingen
Einblick in Untersuchungen auf dem Forschungscampus BioMedTech.

Sommerempfang der BioRegion 2019

Der Sommerempfang 2019 wurde am 11. Juli 2019 wie in den vergangenen Jahren gemeinsam vom BioMedTech-Verein und der BioRegio STERN Management GmbH sowie mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren wie der TTR Technologieparks Tübingen-Reutlingen GmbH veranstaltet. Kooperationspartner in diesem Jahr waren außerdem die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart sowie die Stadt Fellbach, deren Oberbürgermeisterin Gabriele Zull die Gäste im „Haus der Rosen“ begrüßte. Dr. Steffen Hüttner, Vorstandsvorsitzender des BioMedTech-Vereins und Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio Management GmbH, richteten ebenfalls Grußworte an die zahlreichen Gäste aus Wissenschaft und Forschung.

Den anwesenden Unternehmern und Politikern las zunächst Laudator Dr. Dirk Biskup, Serial Entrepreneur und unter anderem Geschäftsführer der mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichneten CeGaT GmbH aus Tübingen die Leviten: „Wir schaffen es nicht, aus guten Ideen und guter Grundlagenforschung international wettbewerbsfähige Unternehmen zu machen.“ Seine unmissverständliche Begründung: „Wir sind feige.“ Das gelte für die Finanzwelt: Das Geld liege auf Sparbüchern und werde nicht investiert. Es gelte für die Politik, die stets nur noch versuche Fehler zu vermeiden und daher keine mutigen Entscheidungen mehr treffe. Und das gelte auch für Wissenschaftler, die das Risiko einer Gründung scheuen und die Festanstellung bevorzugen. Den Preisträgern des diesjährigen elften Ideenwettbewerbs Science2Start gab Dr. Biskup mit auf den Weg: „Das Schwierige liegt noch vor euch. Macht aus der guten Idee ein erfolgreiches Unternehmen.“

Anschließend wurden die Gewinner im diesjährigen Sciene2Start-Ideenwettbewerb verkündet. Die Gewinner erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.500 Euro, die wie in den vergangenen Jahren von „Voelker & Partner Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer“ ausgelobt worden waren. Vier Teams aus Wissenschaftlern und Gründern aus der Region wurden ausgezeichnet:
Platz 1: „Ungewöhnlicher Zucker wirkt als natürliches Herbizid“
Dr. Klaus Brilisauer von der Universität Tübingen hat gemeinsam mit einem Team aus Wissenschaftlern um Prof. Karl Forchhammer aus dem Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin und Prof. Stephanie Grond vom Institut Organische Chemie der Universität Tübingen ein ungewöhnliches Herbizid entdeckt. Sie isolierten aus dem Bakterium Synechococcus elongatus einen speziellen Desoxyzucker. Dieser natürliche Wirkstoff könnte als Ersatzstoff für Unkrautvernichter wie beispielsweise Glyphosat eingesetzt werden.
Platz 2: „Automatisierte Legionellen-Untersuchung von Trinkwasser“
Dr. Michael Jauss von der BlueLab Wasseranalysesysteme GmbH aus Tübingen hat ein automatisiertes und schnelles Messsystem zum Nachweis von Legionellen entwickelt. Das mit Antikörpern ausgestattete kleine Gerät wird im Leitungssystem installiert und erstellt digitale Auswertungsergebnisse. Der Ingenieur liefert damit eine Lösung zur Früherkennung von Gefahrensituationen, die weltweit in den Trinkwasserleitungen nahezu aller Gebäude latent vorhanden sind.
Platz 3: „LogoLeon“ – KI-basierte Therapie-App
Catja Eikelberg, Alexander Otto-Keinke und Lars Horber von der Universität Tübingen entwickeln eine App, die, basierend auf einer Gesichtserkennung und künstlicher Intelligenz in der Augmented Reality (AR), eine innovative Ergänzung zur Sprachtherapie für Kinder bietet. LogoLeon wird die erste App auf dem Therapiemarkt sein, die den kindlichen Spaß beim Ausprobieren der Mundmotorik in der AR fördert. Um spätere Sprechfehler oder schiefe Zähne zu vermeiden, können Kinder bereits ab vier Jahren präventiv oder therapiebegleitend zur Logopädie mit der App ihre Mundmuskulatur stärken und die Wahrnehmung verbessern.
Platz 3: „Rehago“ – Virtual Reality Training
Philipp Zajac, Johannes Höfener, Anika Ochsenfahrt und Melanie Schweis bilden das Start-up-Team der ReHub GmbH aus Reutlingen. Sie haben ein kostengünstiges Trainingssystem für Menschen mit halbseitiger Lähmung entwickelt. Virtual-Reality-Spiele sollen als Unterstützung der herkömmlichen Ergo- und Physiotherapien dazu beitragen, Nerven neu zu vernetzen und motorische Defizite zu kompensieren. Das System aus VR-Brille, Smartphone und Controller kann in Kooperation mit dem Therapeuten unkompliziert beim Patienten zu Hause oder bald auch in der Klinik angewendet werden.

Quelle: BioRegio STERN

Foto: Joachim E. Röttgers/BioRegio STERN
Foto: Joachim E. Röttgers/BioRegio STERN
11. Juli 2019

Mitgliederversammlung und Sommerempfang

Am 11. Juli 2019 ist es wieder so weit: An diesem Donnerstag finden die jährliche Mitgliederversammlung des BioMedTech-Vereins und anschließend ab 18 Uhr der gemeinsame Sommerempfang mit der BioRegio STERN Management GmbH statt. Dabei werden auch die diesjährigen Preisträger des Science2Start-Ideenwettbewerbs ausgezeichnet. Ehrengast ist in diesem Jahr Dr. Dirk Biskup, Geschäftsführer der Tübinger CeGaT GmbH, einem langjährigen Fördermitglied des BioMedTech-Vereins.

In diesem Jahr lernen die Gäste des Sommerempfangs einen besonders blumigen Ort kennen: das Haus der Rosen in Fellbach (Gärtnerei Fellbacher Schnittrosen). Die Mitgliederversammlung findet zuvor im Restaurant Mauritius (Höhenstr. 5) statt.

Für diejenigen, die noch ein wenig mehr vom schönen Remstal, der Remstalgartenschau und der Kultur in Fellbach genießen möchten, gibt es in diesen Sommertagen viele interessante Vorschläge. Es können Ausstellungen besucht werden, die weit über die Tore Fellbachs hinaus bekannt sind. Hier kommen Kunstinteressierte bei der 14. Triennale Kleinplastik in der Alten Kelter auf ihre Kosten. Für Freiluftenthusiasten bieten sich die Gärten des Mittelalters im Hauskloster der Staufer in Lorch an. Sie verströmen den Charme der Geschichte und lassen die reizvolle Landschaft des Remstals in vollen Zügen genießen. Und wer dann noch Lust auf Feste und Veranstaltungen hat, kann zum Beispiel die Lichternacht im Kloster Lorch, das Schorndorfer Stadtfest oder das Lichterpicknick mit Musikfeuerwerk am Neckarstrand in Remseck besuchen.

Sommerempfang 2019: Es erwartet sie ein rosiges Ambiente
© BioRegio STERN
Impression vom Sommerempfang 2018

Neue Studie zur Digitalisierung in der Medizintechnik

Der BioMedTech-Verein, das Forum MedTech Pharma und Medical Valley EMN laden zur Teilnahme an der Studie „Digital Health – Digitalisierung in der Medizintechnik“ ein.

Die Studie wurde von ECONUM Unternehmensberatung initiiert. Ziel der Befragung ist es, herauszufinden, wie weit die Medizintechnikunternehmen im Digitalisierungsprozess vorangeschritten sind und welchen Herausforderungen sie bei der Anwendung neuer Technologien begegnen. Die Teilnehmer erwarten 14 Fragen, deren Beantwortung ca. zehn Minuten in Anspruch nimmt.

Den Fragebogen finden Sie online hier. Selbstverständlich werden Ihre Angaben anonym erfasst und ausgewertet. Die Daten werden in der Studie nur bezogen auf die Grundgesamtheit der Unternehmen dargestellt. Als Teilnehmer an der Studie erhalten Sie bei Interesse gerne die Ergebnisse. Informationen dazu finden Sie nach vollständigem Bearbeiten der Umfrage. Die Ergebnisse werden zudem auf einer Veranstaltung mit Branchenexperten vorgestellt, zu der Sie schon heute herzlich eingeladen sind.

Fragen zur Studie beantwortet gerne Carsten Lehberg (carsten.lehberg@econum.de).