Erfolgreich und inspirierend: Kick-off IdeenCamp 2026

Am 15. April 2026 fand in der Klinischen Anatomie des Universitätsklinikums Tübingen die Kick-off-Veranstaltung zum IdeenCamp 2026 im Rahmen des DIIC-Projekts (DIIC „Digitale Integration und Innovation in der Chirurgie“) statt. Rund 30 Teilnehmer aus der DIIC-Community waren vor Ort und online dabei, um ihre Ideen rund um die Vernetzung von Geräten im Operationsumfeld vorzustellen und in der Runde zu diskutieren. Die Themen reichten von regulatorischen Fragestellungen über neue datengetriebene Assistenzsysteme für den OP bis zur Einbindung von KI-Modellen. Die DIIC-Initiatoren sehen die Ausschreibung als wichtige Wegmarke, um aktuelle Forschungsthemen zur perioperativen Unterstützung und Lösungen für den intelligenten, vernetzen Operationssaal der Zukunft zielgerichtet in die klinische Praxis zu überführen.

Diskussionen mit Mehrwert

Ganz im Sinne des Netzwerkgedankens konnten die Teilnehmenden durch die ganze Breite der in persona versammelten Expertise Ihre Ideen von verschiedenen Seiten erörtern und nahmen zahlreiche Impulse für die weitere Ausarbeitung ihrer Projektskizzen mit. Zudem kristallisierten sich in den Diskussionen neue potenzielle Quervernetzungen mit Mitgliedern der DIIC-Community heraus. Dieser Mehrwert dürfte nicht nur den Projekten der aktuellen Antragsrunde zugutekommen, sondern weit darüber hinaus auf zukünftige Kooperationen ausstrahlen.

Nach der insgesamt dreistündigen Kick-off-Veranstaltung ging die Runde um viele Anregungen bereichert auseinander. Dr. Steffen Hütter, Vorstandsvorsitzender des BioMedTech-Vereins als einem der vier DIIC-Partner, zog ein rundum positives Fazit:

„Mit dem IdeenCamp haben wir ein neues Format geschaffen, um junge Akteure aus Unternehmen und der Akademia zusammenzubringen. Das passt ideal zur Aufgabenstellung des Vereins. Ziel der Vernetzung im Rahmen des DIIC ist es, Innovationen für eine verbesserte Patientenversorgung auf den Weg zu bringen und zwar direkt im Dialog mit den jeweiligen Anwendern. Mein Eindruck war, dass dafür hier und heute so einige Grundsteine gelegt werden konnten“.

Auch Dr. Christoph Pfefferle, Vorstandsmitglied des BioMedTech-Vereins, war voll des Lobes über den gelungenen Auftakt: „Wenn man über den Tellerrand schaut, kommen oft bahnbrechende Ideen dabei heraus. Das kennen wir bereits aus unserer Vereinsgeschichte und das DIIC-Kick-off heute war wieder ein gutes Beispiel dafür.“

Nach dem Kick-off folgen die Pitches

Wer am Kick-off teilnahm, hat jetzt noch bis spätestens 9. Juni 2026 Zeit, um eine Projektskizze für das zweistufige Verfahren einzureichen. Die Antragsteller präsentieren ihre Projektskizzen dann in Form eines Pitches vor Ort und online am 9. Juli 2026 in Hechingen.

Grundsätzlich muss in dieser Ausschreibungsrunde die Vernetzung der Geräte im Operationsumfeld eine zentrale Rolle spielen. Von den folgenden thematischen Schwerpunkten müssen mindestens zwei enthalten sein:

  • Vernetzung und Interoperabilität unterschiedlicher Geräte in (konkreten) medizinischen Szenarien
  • Automatisierung und Gestaltung von Workflows im Bereich vernetzter OP
  • Sammlung, Management und Nutzung von Daten im Bereich vernetzter OP
  • KI-basierte Ansätze im Bereich vernetzter OP
  • Grundlegende Konzepte für die Absicherung regulatorischer Rahmenbedingungen im Bereich der Vernetzung im OP
  • Fragestellungen und Konzepte der Mensch-Maschine-Interaktion bezüglich der Vernetzung im OP
  • Skalierbarkeit und Übertragbarkeit von Ansätzen der OP-Vernetzung
  • Klinische Translation und klinischer Mehrwert von Ansätzen der OP-Vernetzung

Ein weiteres zentrales Kriterium ist die Fokussierung auf noch offene Bedarfe im Rahmen der DIIC Community sowie die klinische Translation. Für Letzteres ist mindestens ein klinischer Partner in die Projektskizze/das Projekt einzubinden.

Die weiteren Details zur Ausschreibung und Anmeldung finden Sie auf der DIIC-Webseite.

Insgesamt stehen 500.000 Euro zur Förderung bereit, die auf mindestens zwei Projekte verteilt werden sollen. Das bietet die Möglichkeit einer bis zu 1,5-jährigen Förderung des Projektvorhabens mit einer maximalen Fördersumme von jeweils 250.000 Euro.

Über das DICC-Projekt:

Mit dem Projekt DIIC „Digitale Integration und Innovation in der Chirurgie“ (DIIC) soll der Transfer neuer Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in die klinische Praxis gefördert werden. Konkret geht es um intelligente digitale Assistenzsysteme bei chirurgischen Eingriffen, die zu einer verbesserten Patientenversorgung führen.

Der BioMedTech-Verein hatte das DIIC-Projekt gemeinsam mit den Hochschulen Furtwangen (Innovations- und Forschungszentrum Tuttlingen) und Reutlingen (Fakultät Informatik) sowie dem Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik des Universitätsklinikums Tübingen ins Leben gerufen und damit einen erfolgreichen Antrag in der Pilotförderlinie „Innovationscommunity“ der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) des Bundes gestellt.

Das DIIC-Projekt wurde im Oktober 2025 gestartet und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für insgesamt 4 Jahre mit fünf Millionen Euro gefördert.

Die Mitgliedschaft in der DIIC-Community ist innerhalb Deutschlands regional nicht begrenzt. Aktuell (Stand Mitte April 2026) besteht die Gemeinschaft aus rund 140 Mitgliedern, die sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen, darunter mehr als 40 Industrie-, 16 Klinik- und rund 30 wissenschaftliche Partner. Ein weiteres Wachstum des Netzwerks ist ausdrücklich erwünscht, Interessierte können sich gerne an das DIIC-Sekretariat an der Hochschule Reutlingen wenden, wo das Projektmanagement angesiedelt ist (diic-community@reutlingen-university.de.).

Sprecher des Projekts ist Prof. Dr.-Ing. Oliver Burgert von der Fakultät Informatik der Hochschule Reutlingen. Für den BioMedTech-Verein begleitet Dr. Steffen Hüttner federführend das Projekt, für die Klinische Anatomie in Tübingen Prof. Dr. med. Bernhard Hirt und für die Hochschule Furtwangen Prof. Dr.-Ing. Martin Haimerl vom Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen.

27. April 2026

2. Fellbacher Existenzgründertag

Im Norden der BioMedTech-Region findet am 27. April der 2. Existenzgründertag der Stadt Fellbach statt mit Schwerpunkt auf der Gründungsfinanzierung. Ab 15 Uhr sind alle, die der Gedanke an ein Start-up umtreibt, herzlich in die Spielzeugbibliothek am Fellbach Marktplatz eingeladen, um sich Infos zu holen, sich zu vernetzen und auszutauschen.

Bei den Vorträgen und Gesprächen sind diese Experten mit dabei:

Daniela Bundschuh, Gründerin der Fellbacher Spielzeugbibliothek
Nicola Merz, Volksbank Stuttgart
Helmut Leibner, Gründerbank
Andreas Müller, Bürgschaftsbank und MBG

Der Existenzgründertag ist vollständig online per Livestream verfügbar und über den Live Chat können Fragen gestellt werden.

Thea Heinzler, Citymanagerin der Stadt Fellbach, über den Existenzgründertag:
„Beim Fellbacher Existenzgründertag kannst du nicht nur mit neuen Ideen spielen, sondern auch den Grundstein für ihre Finanzierung legen: Triff Gleichgesinnte, knüpfe wertvolle Kontakte und bring deine Visionen in der Spielzeugbibliothek Fellbach auf das nächste Level – dort, wo spielerische Neugier auf echtes Gründungs-Know-how trifft.“
Dr. Christoph Pfefferle ist in der Wirtschaftsförderung der Stadt Fellbach tätig und ergänzt:
„Start-ups benötigen angepasste Finanzierung entsprechend ihrer Branche und ihrer Produkte — und müssen, wenn das Eigenkapital nicht ausreicht durch verantwortungsvolles Fremdkapital unterstützt werden.“

Weitere Infos und Anmeldung

 

Fraunhofer IGB: Online-Reihe „break2innovate"

In der Online-Reihe „break2innovate – Chancenplus für KMU" stellt das Fraunhofer IGB innovative Lösungen vor, die am Fraunhofer IGB entwickelt werden: Fokussiert, kurz und knackig – in nur 30 Minuten informiert das IGB darüber, wie es KMU unterstützt und dabei hilft, aktuelle Herausforderungen der Branche zu lösen. Die Teilnahme ist jeweils kostenfrei.

 

Am 29. April gibt es einen Kurzvortrag zum Thema „Die Plattform für Ihre Stamm- und Bioprozessentwicklung, Scale-up und Prozesstransfer – alles aus einer Hand!"

Veranstaltungsort: Online (MS Teams)
Experte: Dr.-Ing. Timo Hardiman, Abteilungsleiter Industrielle Biotechnologie
Termin: 29. April 2026, 14:00 - 14:30 Uhr
Sprache: Deutsch

Weitere Infos und Anmeldung

 

Am 20. Mai geht es um das Thema „Detektivarbeit im Labor: Analytik jenseits von Routinemethoden für Produktion und Umwelt"

Veranstaltungsort: Online (MS Teams)
Expertin: Katharina Wasmer M. Sc., Greentech Solutions | Gruppenleiterin Analytik
Termin: 20. Mai 2026, 14:00 - 14:30 Uhr
Sprache: Deutsch

Weitere Infos und Anmeldung

BioMedTech-Verein schreibt IdeenCamp 2026 aus

Der BioMedTech Verein schreibt mit Frist bis zum 8. April 2026 im Rahmen des DIIC-Projekts wieder das IdeenCamp aus und damit eine bis zu 1,5-jährige Förderung von Projektvorhaben mit einer maximalen Fördersumme von jeweils 250.000 EUR. Es stehen für diese Ausschreibungsrunde des DIIC insgesamt 500.000€ zur Verfügung, die auf mindestens zwei Projekte verteilt werden. Teilnehmen können Mitglieder unserer DIIC Community, zu der Interessierte sich anmelden können. Die Registrierung auf der DIIC Plattform ist kostenfrei.


Was wird gesucht?

Die DIIC Community hat das Ziel, aktuelle Forschungsthemen zur perioperativen Unterstützung und Lösungen für den intelligenten, vernetzen Operationssaal der Zukunft zielgerichtet in die klinische Praxis zu überführen. Wir suchen hierfür innovative Projekte, die zu den übergreifenden Zielen unserer Community beitragen und die Integration und Innovation in der Chirurgie adressieren. Ein Schwerpunkt der 3. Auswahlrunde liegt dabei auf der klinischen Translation sowie der Schließung noch offener Lücken, die im Bereich der DIIC-Community bestehen. Grundsätzlich sind für die Projekte folgende thematische Schwerpunkte relevant, wobei die Vernetzung der Geräte im Operationsumfeld eine zentrale Rolle spielen muss. Von den thematischen Schwerpunkten müssen mindestens zwei enthalten sein. Ein weiteres zentrales Kriterium ist die genannte Fokussierung auf noch offene Bedarfe im Rahmen der DIIC Community sowie die klinische Translation. Für Letzteres ist mindestens ein klinischer Partner in die Projektskizze / das Projekt einzubinden.

Thematische Schwerpunkte

Vernetzung und Interoperabilität unterschiedlicher Geräte in medizinischen Szenarien
Automatisierung, Gestaltung und Optimierung von Workflows im Bereich vernetzter OP
Sammlung, Management und Nutzung von Daten im Bereich vernetzter OP
KI-basierte Ansätze zur Verbesserung von Abläufen im Bereich vernetzter OP
Grundlegende Konzepte für die Absicherung regulatorischer Rahmenbedingungen im Bereich der Vernetzung im OP
Fragestellungen und Konzepte der Mensch-Maschine-Interaktion bezüglich der Vernetzung im OP
Skalierbarkeit und Übertragbarkeit von Ansätzen der OP-Vernetzung
Klinische Translation und klinischer Mehrwert von Ansätzen der OP-Vernetzung
Eckdaten

Partner: Keine Beschränkung
Förderdauer: Bis zu 1,5 Jahre
Fördersumme: Bis zu 250.000 €
Förderumfang: Personal, Aufträge und Investitionen
Förderdetails: Siehe DATI-Förderrichtlinie

Kick-Off & Ideencamp

Die Kick-Off Veranstaltung der 3. Auswahlrunde findet in Form des Ideencamps des BioMedTech Vereins
am 15. April 2026 von 14:00 - 17:00 Uhr in der klinischen Anatomie der Universitätsklinik (hybrid) Tübingen statt.
Die verbindliche Anmeldung zum Ideencamp muss bis spätestens 08.04.2026 erfolgen.
Teilnahmeberichtigt sind ausschließlich Mitglieder unserer DIIC Community. Eine Teilnahme an dem Ideencamp ist für die Einreichung einer Projektskizze für mindestens einer der beteiligten Personen verpflichtend. Das Ideencamp dient dazu, die Ideenphase und die Vorbereitung der Projektskizzen aktiv zu unterstützen. Es werden dort konkrete klinische Probleme und Lösungsansätze sowie noch offene Bedarfe innerhalb der DIIC Community diskutiert. Auf diese Weise können passende Interessensgemeinschaften und eine ideale Zusammensetzung von Projektpartnern gefunden werden.

Zur Anmeldung


Alle weiteren Informationen zur Ausschreibung finden Sie unter:
https://diic-community.de/community/call-for-projects

Ansprechperson:
Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich gerne jederzeit an das DIIC-Sekretariat
diic-community@reutlingen-university.de oder an info@biotechnologie-verein.de.

VOELKER: Online-Veranstaltungen zum Thema Pflegedienste

VOELKER lädt am 15. April 2026 zu einer Online-Veranstaltung „Kauf und Verkauf von ambulanten Pflegediensten“ ein.

Der Markt für ambulante Pflegedienste befindet sich in einem dynamischen Wandel – Transaktionen nehmen zu, zugleich steigen die rechtlichen und strukturellen Anforderungen.

VOELKER gibt gemeinsam mit seinen Expertinnen und Experten praxisnahe Einblicke in die wesentlichen rechtlichen Aspekte sowie typische Fallstricke bei Transaktionen im Pflegebereich.

Ihre Referent:innen:

Moderation: Dr. Thorsten Höhne
Gesellschaftsrecht: Naomi Dura
Arbeitsrecht: Veronika Klein
Medizinrecht: Dr. Inci Demir

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich kompakt und fundiert über aktuelle Entwicklungen zu informieren und wertvolle Impulse für die Praxis zu gewinnen.

Die Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular auf der VOELKER-Website.

Ausblick:

Am 24. Juni um 14:00 Uhr folgt eine weitere Online-Veranstaltung zum Thema „M&A bei Pflegeunternehmen“.
Im Fokus stehen hierbei insbesondere stationäre Einrichtungen, Tagespflege sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften.